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Wein warum? Erstaunliche Erkenntnisse

Die Grundlegende Frage: Was ist Wein? Warum hat man sich in China schon vor 8000 Jahren um den Wein bemüht? Warum waren im Grab von Tutanchamuns 27 Weinamphoren zum Überleben im Jenseits?. Warum gab es in Österreich in der Bronze Zeit eine hochentwickelte Weinkultur, wie die in Kuffern gefunden Situla auch bildlich darstellt. Warum gab es sogar in Indien einen hochentwickelten Weinbau?  Warum ist der Wein in der katholischen Kirche, das heiligste, das Blut des Herrn?

Wegen der Droge?

Lächerlich – denn einfach zu gewinnende Drogen gab es in Hülle und Fülle. Man musste nur um das Hauseck gehen und es wimmelte von Pilzen und Kräutern die einen Rauschzustand verursachten. Diese wurden auch bei kultischen Handlungen eingesetzt. Wein bedeutete hingegen ein Jahr intensiver Arbeit mit vielen Risiken bzgl Wetter, Schädlingen, Kelterung usw.

Univ. Prof. DRRR. Burger sammelte deshalb alle Textstellen über Wein im Alten und Neuen Testament. Alles in einem 300 seitigen Buch (Wein in der Bibel) dokumentiert. Von der Anlage eines Weingarten bis hin zur Kellerarbeit wurde alles in der Bibel genau niedergeschrieben. Warum hat man sich diese Mühe angetan?

Was ist Wein dann – also nicht Droge?

Über 20 Jahre forschte ein Team aus Oenologen, Ärzten unter der Leitung des Weinbaufachexperten Sepp Baldrian an dieser Frage. Wein war in seiner Urform die perfekte Medizin für Herz, Diabetes oder Gefäßverkalkungen. Aus alten Schriften ist auch die antibakterielle Wirkung bekannt. Römische Legionäre mussten – ob sie wollten oder nicht – täglich ein Glas Wein zu sich nehmen, um einen Tag vor Cholera und Typhus geschützt zu sein. Die Forschung zeigte in 4 Universitären Studien, dass bestimmte Weine das Alzheimer und Demenzrisiko um 50% senken können. Die Weinkur von Primar Resch (auf ausschließlich fundierter wissenschaftlicher Basis) zeigt auch, dass Wohlbefinden und  Blutwerte sich drastisch positiv verändern.

Dr. Weintögl bezieht sich auf die Universitäre Forschung von Dr. Corda in UK – Gezüchtete menschliche Zellen verhalten sich bei bestimmten Weinen anders. Manche Weine haben eine positivere Wirkung auf Körperzellen.

Der Artikel in dem weltweit renommierten wissenschaftlichen Magazin Nature erklärt die fundamentale Wirkung auf Herz und Kreislauf. Am interessantesten ist die Aussage von Uni. Prof Dozent Dr. Weissinger – Wein hält die Venen rein. Im Volkswissen war es bis in die 60iger Jahre normal wenn Hundertjährige von ihrem täglichen Glaserl Wein berichteten.

Warum wird Wein heute völlig anders betrachtet?

Ein einfaches Beispiel: Bis in die 60iger Jahre des vorigen Jahrhunderts war der Wein eine offizielle Medikation für Diabetiker, wie auch die Studie von Kopers, die über 30 Jahr lang lief, belegt. Heute ist einem Diabetiker von den üblichen Weinen ab zu raten.

Die Entwicklung: 1950 war der Gegenwert einer Maurerstunde eine Flasche Wein, in dieser Zeit entwickelten sich Großgenossenschaften und Großhändler die den besseren Preis als Werbeaussage hatten. Eine Abwärtsspirale begann, die zu Massenweinbau in Italien, Österreich, Deutschland etc. führte. Eine Industrie für chemisch/technische Hilfen entwickelte sich. Länder traten aus dem OIV (Der Welt Weinbaugesetzgebung) aus, damit sie mit Spinning Colums Aromaentziehung, technisch perfekte alkoholische Lösungen bieten können. In den 60iger Jahren begann der Einsatz der Weinchemie in der Vinifikation. Seit 2020 dürfen in Italien wieder an Stelle von 50.0000 kg nur mehr maximal 40.000 kg pro Hektar gelesen werden. Vielleicht ein Umdenken?

Wein im Sinn der Natur ist unter 6 bis 8 Euro pro Liter nicht herstellbar, siehe Bundesamt für Wein der HLBA in Klosterneuburg oder dem Weinbauinstitut in Silberberg. Das wurde auch von der deutschen Forschungsanstalt in Geisenheim bestätigt.

Wie ist es doch möglich Wein ab 2 Euro anbieten zu können ?

Wir haben 60 zugelassene Hilfen allein für den Most, über 120 für den Jungwein, die großteils auch im Bio Weinbau eingesetzt werden müssen, um marktübliche Preise zu bieten. Prozesse wo freie Blausäure entsteht sind zugelassen und Normalität. Rotweine werden über 95 % mit Bakterien versetzt, um die im Wein befindlichen natürlichen gesundheitsfördernden Säuren in Milchsäure zu verwandeln (Malolaktische Gärung). Dadurch wird er milder und man kann auf eine lange Reifezeit verzichten, welche das gleiche bewirkt.

Das Wesentlichste ist die Reife im Gebinde – Wein entsteht erst im Reifelagerprozess – der bis auf wenige Sorten zumindest ein Jahr lang sein sollte. Österreichs einziger 100 Punkte Parker Wein reifte deshalb 17 Jahre – SIEBZEHN JAHRE – im Fass.

Gibt es noch den anderen ursprünglichen Weg mit der Natur?

Ganz wenige Idealisten produzieren Weine aus der Natur, damit ist nicht der offizielle Begriff Bio gemeint, wo der übliche Flaschenwein oft schon ab 6 Euro angeboten wird. Diese Betriebe erreichen die Preise nur, da sie von Idealismus geprägt sind. Die Arbeitszeit von diesen Winzerinnen und Winzer wird kostenlos eingebracht. Diese Weine sollten faire Preise haben, sonst wird es früher oder später natürliche Weine nicht mehr geben.

Sepp Baldrian

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