An der Schnittstelle von Strudel und Gugelhupf versüßt der Reindling seit Generationen die Kaffeejausen in Kärnten, Slowenien und Friaul. Wein- und Genusswelt hat einen der besten Reindlinge Klagenfurts für Sie ausfindig gemacht.
Mandeln: Kleine aber erstaunliche Genüsse
Wir kennen Mandeln in dieser Art fast gar nicht mehr, denn frisch vom Baum aus unbehandelter Natur haben diese im Marktregal und der Logistik keine Chance. Patrik Gerstl und seine Landwirtsfamilie haben sich vor Jahren in die Mandeln verliebt. Schuld war ein Mandelbaum im privaten Garten. Der Geschmack und der Genuss von frischen Mandeln war der Anlass sich diesen zuerst als Hobby zu widmen, dann weitere anzubauen und auch in kleinen exklusiven Mengen zu verkaufen.

Schon Hildegard von Bingen empfahl um 1098 die tägliche Konsumation von 5 bis 10 Mandeln am Tag. Die Wissenschaft, wie die US Universität Purdue belegt, dass der regelmäßige Verzehr von Mandeln eine Gewichtszunahme verhindern kann. Mandeln machen satt, ihre Energie wird vom Körper aber nicht effizient aufgenommen. Wer Mandeln isst, hat weniger Appetit auf Kohlenhydrate – klassische Dickmacher. Mandeln sind cholesterinfrei und mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren ausgestattet. Die Hypothese der Hildegard von Bingen konnte durch die Wissenschaft und ihrer Technologie von heute absolut bestätigt werden.
Wobei die gesundheitlichen Aspekte für den Gedanken, sich den Mandeln zu widmen, für Gerstl kaum Bedeutung hatten. Der besondere Genuss daran und die Freude bestimmten diese in der Steiermark zu kultivieren. Aber so einfach lagen die Dinge nicht. Die klimatischen Veränderungen begünstigen zwar die Wachstumsbedingungen der anspruchsvollen Mandel, trotzdem sind Innovationsgeist, eine große Portion Idealismus und viel praktisches Wissen nötig. Es mussten viele Erfahrungen gesammelt werden, um den Mandelbäumen ein ideales Lebensumfeld, ohne jegliche technisch chemischen Hilfen, zu bieten.

Gerda und Patrik Gerstl
Pöllau 45
8311 Markt Hartmannsdorf
Der Vergleich mit Mandeln vom Markt und jenen frischen vom Baum muss erlebt werden. Beschreiben kann man das kaum, da es andere Welten sind. Es hat aber einen Haken – die Abgabe erfolgt nur in 100 Gramm Einheiten.
Die Familie Gerstl sind halt Steirer – die vorsichtig ausgedrückt – etwas anders ticken, die Erntemengen sind klein.
Ich möchte, dass alle diesen Genuss erleben können. Ich selbst bin begeistert. Aber ich will keine Mandelindustrie aufbauen, sondern diesen Schatz in kleinen Rahmen erleben lassen.
Patrik Gerstl
(Anmerkung der Redaktion: Diese Aussage stimmt. Nicht nur ein bekannter Schokolade Hersteller bemüht sich, die gesamte Ernte aufzukaufen, sondern auch renommierte Backwarenhersteller).
Wo kann man diese kaufen?
https://www.natur-gut-gerstl.at/
Lohnt sich das für „Mandeln“? Es lohnt sich!

